Geschichte erleben mit Satu Blanc

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Die Grenzgängerin

Riehen, Zweiter Weltkrieg. Die Grenze zu Deutschland ist geschlossen. In grosser Zahl strömen Flüchtlinge in die vermeintlich sichere Schweiz, von wo sie gemäss offizieller Weisung zurückgeschickt werden. Die lokale Bevölkerung, ohnehin schon stark durch den Kriegsalltag belastet, steht unter enormem Druck.

Auch Hanna, bis anhin angesehene Gattin des Obergrenzwächters von Riehen, muss sich eines Tages zwischen Gewissen und Gefühl entscheiden.

Das Theater Lo Studiolo startet seine dritte Saison mit einem Stück über die Grenzregion Riehen und Basel während des 2. Weltkrieges.

Premiere: 14. Oktober 2016

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»Satu Blanc wandelt in ›Die Grenzgängerin‹ zwischen Figurenspiel und Lokalgeschichte in Zeiten des Naziterrors.«
Badische Zeitung, 15. Oktober 2016

»Die Grenzgängerin« in der Presse »

Satu Blanc ist Schauspielerin und Historikerin. Bekannt wurde sie durch ihre zahlreichen Theaterrundgänge durch Basel und ihre Bühnenstücke über historische Themen. In ihrem eigenen Theater Lo Studiolo kreiert und spielt sie neue Stücke für ihr Publikum und bietet für private Gruppen Stücke aus ihrem Repertoire an. Sie wird regelmässig von Museen für die Erarbeitung und Durchführung von szenischen Rundgängen, Schauspielen und Lesungen engagiert.

»Selbst wenn die Geschichte zu nichts anderem zu gebrauchen wäre, eines muss man ihr sicher zugute halten: sie ist unterhaltsam!«1

Geschichte ist in der Tat sehr unterhaltsam! Nur ist dies in der Fülle der Ereignisse, Daten und Personen nicht immer auf Anhieb ersichtlich. Packt man aber Geschichte in eine Geschichte und bringt diese auf die Bühne, so wird die Historie durch die Zauberkraft des Wortes lebendig.

Diese Zauberkraft nutze ich, um als Schauspielerin und Historikerin Geschichte zu vermitteln. Mit meinem Solotheater entführe ich das Publikum in längst vergangen geglaubte Zeiten, die sich oft als erstaunlich gegenwärtig entpuppen. Das Konzept der gespielten Geschichte basiert auf sorgfältigen, historischen Recherchen, welche in eine mehr oder weniger fiktive Rahmenhandlung eingebaut werden.

»Man muss viel wissen, um genügend erfinden zu können.«2

Dieser Satz gilt auch für meine Arbeit. Die Theaterstücke basieren auf Wahrheit, werden aber durch Dichtung erst lebendig. Indem ich in die Rolle einer historischen Figur schlüpfe, gelingt es, auch komplizierte Sachlagen dem Publikum zugänglich zu machen.

Geschichte fasziniert und interessiert viele Menschen, ist aber in ihrer herkömmlichen Form nicht immer leicht zugänglich. Ob auf der Bühne oder unter freiem Himmel, es geht immer darum, Geschichte in eine für das Publikum erlebbare Form zu bringen. Die szenische Inszenierung von historischen Begebenheiten ist ein ideales Medium, um auch komplexe historische oder gesellschaftspolitische Inhalte zu vermitteln.

Es ist mir eine Freude, mein Publikum immer wieder aufs Neue auf eine Zeitreise mitzunehmen, es zu unterhalten, aber auch zu fordern und zum Denken über das Gestern und Heute anzuregen.

Ich freue mich auf noch viele schöne Begegnungen mit Ihnen!



1 Marc Bloch
2 Lukas Hartmann